traumatic growth“

Trauma – Trauma-Folgestörungen – Trauma-Heilung“

Einjährige Weiterbildung ab Oktober 2017 in Wiesbaden

5 Lehrseminare

Ausgewählte Grundlagen zur Arbeit mit psychischen Traumata.

Ausgewählte Methoden aus unterschiedlichen psychologischen Schulen.

Ausgewählte behutsame und hilfreiche Methoden“ aus der Psychotraumatologie.


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Ein Trauma ist die am meisten vermiedene, ignorierte, verleugnete, missverstandene

und unbehandelte Ursache menschlichen Leidens“

(Peter A. Levine). .

In der Traumaforschung wird unterschieden zwischen biografisch erlebten Traumata bei Erwachsenen und Kindern (biografisch bedeutet: Gewalterfahrungen persönlich erlebt oder gesehen zu haben) und systemisch-generationsübergreifenden Traumatischen Ereignissen (systemisch-generationsübergreifend bedeutet: zum Beispiel den Tod eines kleinen Kindes in der Generation der Eltern oder Großeltern, Kriegserlebnisse und Gewalterfahrungen in früheren Generationen und eine sogenannte 'Weitergabe' an nachfolgende Generationen). Sowohl das biografische Trauma als auch das systemisch-generationsübergreifende Trauma haben – bleiben sie unbewältigt - schwerwiegende Folgen.

 Biografische Traumata können verstanden werden als das hilflose Erleben von (aktiver oder subtiler) Gewalt, zum Beispiel Gewalterfahrungen in der eigenen Familie, Opfer von Missbrauch und sexueller Gewalt, Überfälle, das Erleben von Gewalt gegen andere Menschen, aber auch der plötzliche Tod bei wichtigen anderen Menschen in der Familie, Tod von Kindern, lang andauernde Arbeitslosigkeit, Verlust eines Elternteils durch Scheidung oder Tod, Übergriffe von Bezugspersonen in Kindergarten und Schule oder von stärkeren älteren Kindern, das Erleben eines Ausschlusses in der Familie.... Im Seminar werden ausgewählte Methoden der Arbeit (bzw. Verarbeitung von) Traumata und Trauma-Folgestörungen vorgestellt und mit den Teilnehmenden erarbeitet.

 Systemische Traumata sind generationsübergreifende Formen und Folgen bzw. die 'Weitergabe“ von traumatischen Ereignissen. Kriegstraumen in der Eltern und Großelterngeneration werden den systemischen Traumata zugerechnet, die – unbearbeitet und ungelöst – an die Folgegenerationen weitergegeben werden. Die sogenannte Weitergabe geschieht unbewusst und führt zu Leid, Lebensunsicherheit, psychosomatischen Symptomen, Verstrickungen, dem Wiederbeleben von Opfer- und Täterenergien, dem Verhaftet-Sein in traumatischen Gefühlszuständen von Überflutung oder aber emotionaler Leere etc.  (diese Folgen werden zur Zeit literarisch beschrieben in Werken wie „Die Kinder der Kriegskinder“, „Kriegsenkel“ u.a.). Im Rahmen der Weiterbildung wird dieses Thema insbesondere im 3-Tage-Workshop erarbeitet.

 Die Bewältigung eines systemischen oder eines biografisch begründeten Traumas erfordern unterschiedliche Methoden der Beratung und Begleitung. In der Weiterbildung wird in jedem Seminar eine erprobte Methode aus der Trauma-Therapie vorgestellt und eingeübt: die Psychodynamisch Imaginative Therapie (PITT), das „ Somatic-Experience“, Methoden des „Mindful Based Stress Reduction” (MBSR), das „), Focusing“, das Konzept des „traumatic stress“ (Bessel van der Kolk), Familienaufstellungen und Rollenspiel als integrativ-genertionsübergreifende Traumatherapie (IGT).

Die Arbeit mit Imaginationen, Heilung durch innere Bilder, kreative Methoden, Rahmenfeldarbeit, Achtsamkeitsübungen, Symbolisation, 'body-scan', Meditation, Empfindungswahrnehmung, Aufstellungen und die Arbeit an Körperlandschaften begleiten die Weiterbildungsseminare und bieten einen reichhaltigen Erfahrungsschatz für persönliche und berufliche Erfahrungen.

Die Weiterbildung ermöglicht gute Grundlagen für Veränderungsprozesse, da sie die – traumatischen – Re-Inszenierungen denen Menschen unterliegen, verstehend erarbeitet und Methoden persönlichen Wachstums und persönlicher Entwicklung zur Verfügung stellt. Über die Arbeit mit Trauma-Folgestörungen bei traumatisierten Menschen sind die in der Weiterbildung erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten sehr gut in allen beratenden, begleitenden und heilend wirkenden Berufsfeldern der Arbeit mit Menschen einsetzbar.



 Themen der Weiterbildung

Nicht das Aufdecken traumatischer Erfahrungen an sich, sondern deren Durcharbeitung im Rahmen einer guten therapeutischen Beziehung führt demnach zu positiven Veränderungen.“ (S. Bettighofer)



Einjährige Weiterbildung. 5 Lehrseminare im Abstand von ca 2 Monaten. Kleine Teilnehmergruppen und intensives Erarbeiten der Inhalte.

Theorie und Praxisarbeit stehen im Rahmen der Weiterbildung in einem sich ergänzendem Verhältnis. Die praktische Arbeit mit den unterschiedlichen Methoden orientiert sich vielfach an den Problemlagen der Teilnehmenden. Selbsterfahrende Übungen , Rollenspiele und hilfreiche Ansätze begleiten die Theorie. Im Vordergrund steht die praktische Erprobung von 'sanften Verfahren' der Arbeit mit Traumafolgestörungen, die sich in den persönlichen und den beruflichen Alltag integrieren lassen.

In den Lehrseminaren werden wichtige unterschiedliche Richtungen und Methoden der Arbeit mit Traumafolgestörungen erarbeitet. Sie befassen sich mit imaginativen Methoden aus der 'Psychodynamisch Integrativen Traumatherapie (PITT) nach Luise Reddemann, sowie mit deren theroretischen Grundlagen (Ego-State-Therapie, Positive Psychologie, Psychoeducation), dem Verfahren des MBSR (Mindfull Based Stress Reduction) von Jon Kabat-Zinn, des Focusing nach Gendlin sowie der Methode des 'Somatic Experiencing' von Levine.

Im letzten Seminar (2 1/2-Tage-Seminar) wird die generationsübergreifende Methode der „traumatischen Verstrickung“ vorgestellt. Mit Hilfe von Familienaufstellungen in Verbindung mit dem 'heilenden Rollenspiel' nach Moreno können transgenerationale Traumata bewusst werden. In meiner langjährigen Praxiszeit hat sich bei transgenerationalen Vertrickungen die Verbindung von Familienaufstellungen mit Methoden aus dem Psychodrama und der Gestalttherapie sehr bewährt. Der Aufstellungsprozess wird anhand der „energetischen Felder“, die sich in den „Wahrnehmungen der Stellvertreter,“ in der „Atmosphäre des aufgestellten Systems“ und in der „Bildsymbolik“ widerspiegeln, begleitet. Diese Form der Arbeit mit dem Aufstellungsverfahren wurde von mir aus den vielfältigen Erfahrungen mit Familienaufstellungen heraus entwickelt; sie wird im letzten Seminar der Weiterbildung als eine besondere diagnostische und lösende Methode für die Arbeit mit der generationsübergreifenden Weitergabe von Traumafolgestörungen in Familien erläutert und angewendet.

Lehr- und Lernmethoden

Die Weiterbildung orientiert sich an den Prinzipien des sozialen Lernerns, des Lernens von Erwachsenen und des kreativen und übenden Lernens. Eine Vielfalt von Methoden soll die Freude am Lernen unterstützen. Der Praxisbezug steht als wesentliches Prinzip der Weiterbildung im Vordergrund, theoretische Inputs runden ab und erweitern und ergänzen den Blickwinkel. Jede Lerneinheit wird anschaulich demonstriert und danach von den Teilnehmenden in Übungen umgesetzt. Der Einsatz von Lernvorgänge unterstützende Video-Lehraufnahmen in den Seminaren ist vorgesehen.

Zwischen den einzelnen Lehrseminaren finden Intervisionsgruppen (eigenverantwortliche Übungsgruppen der Teilnehmenden) statt. Die Teilnehmenden organisieren diese und leiten die Intervisionsgruppen eigenverantwortlich. Die Teilnahme an den Intervisionsgruppen ist verbindlich.



Entsetzliche Ereignisse, die jäh unser Gefühl der Sicherheit und Unverwundbarkeit durchbrechen, können den Umgang mit den eigenen Gefühlen und der Umwelt tiefgreifend beeinträchtigen.

Ist die Stresssituation überwältigend genug, konditioniert das resultierende Trauma eine emotionale Reaktion, bei welcher der Körper schon beim geringfügigsten Reiz in Kampf- oder Fluchtbereitschaft

oder Erstarrung verfällt:

Der Alltag traumatisierter Menschen steht unter dem Vorzeichen des Traumas, gegenüber dem sie ständiger Alarmbereitschaft verharren.“

(Prof. Dr. med. Bessel A. van der Kolk, Leiter des HRI Trauma Center, Brookline, Mass.USA)





Teilnehmerkreis – Teilnahmebedingungen: Die Weiterbildung ist offen für alle Interessierte. Sie eignet sich sowohl als Fach-Weiterbildung für Menschen aus beratenden, sozialen, erzieherischen und helfenden Arbeitsfeldern, sie ist jedoch auch offen für andere Interessiere, die diese Chance eher für die persönliche Entwicklung nutzen möchten. Die Weiterbildung enthält sowohl die wichtigsten theoretischen Aspekte, als auch darauf aufbauend solche Methoden, die als 'Selbstheilungsrituale' im weitesten Sinne angewendet werden können.

Interesse und Motivation, sowie die Bereitschaft zur Selbsterfahrung und zur Erarbeitung von Fachliteratur sollte vorhanden sein. Ein Studium oder Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Eine kollegiale Übungsgruppe / Intervisionsgruppe zwischen den einzelnen Lehrseminaren hat sich bewährt und ist verbindlicher Teil der Weiterbildung. Die Termine legen die Teilnehmenden in Eigenverantwortung fest.





   Leitung der Weiterbildung:

Marlies Warncke

Systemische Paar- und Familientherapeutin (DGSF),  Pädagogin (Lehramt ), Systemische Beraterin (IGST), Heilpraktikerin Psychotherapie (HPG). Kursleiterin PME.

  Termine 2017 - 2018:

14. 10. – 15. 10.2017

02. 12. – 03.12.2017

10. 02. – 11.02.2018

24. 03. – 25.03.2018

01. 06. – 03.06.2017  (2 ½-Tage-Seminar)



 (Arbeitszeiten am Samstag: 10.00 – 13.00 und 15.00 – 18.00 Uhr; am Sonntag: 10.00 – 13.30 und 15.00 – 17.00 Uhr (jMittagspause von 2 bzw. 1 ½ Stunden )



Seminarort: Wiesbaden



Weiterbildungsgebühren:      950,--Euro                                        

 Die Gebühren werden pro Lehrseminar in Raten bezahlt. Die Wochenendseminare kosten je Lehrseminar 190,-- Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 950,-- Euro.

Bildungsscheck, Qualischeck und Prämiengutschein werden angenommen. Die Beratung zum Bildungsscheck / Qualischeck / Prämiengutschein muss vor der Anmeldung beim Weiterbildungsinstitut stattfinden ! Informationen dazu im Internet , bei der Industrie- und Handelskammer und bei den Volkshochschulen. Die Weiterbildungsgebühren reduzieren sich über einen Prämiengutschein oder Qualischeck um die Hälfte auf 475,-- Euro !

Bei Zahlung mit Prämiengutschein / Bildungsscheck ist der Eigenanteil in 4 Raten zu den ersten 4 Lehrseminaren zu überweisen. Der Prämiengutschein / Bildungsscheck tritt erst in Kraft nach Zahlung des Eigenanteils.

Die angegebenen Weiterbildungskosten beziehen sich ausschließlich auf die Weiterbildungsgebühren. Verpflegungs- und / oder Übernachtungskosten etc. sind darin nicht enthalten, sie werden von den Teilnehmenden selbst getragen.



Abschlusszertifikat:

Am Ende der Weiterbildung erhalten alle Teilnehmende bei regelmäßiger Teilnahme eine Bestätigung über Dauer und Inhalte der Weiterbildung. Eine für Steuerzwecke geeignete Teilnahmebescheinigung wird am Ende eines jeden Weiterbildungsjahres ausgestellt.

Anmeldung:

Die Anmeldung ist verbindlich, wenn die schriftliche Anmeldung vorliegt. Der Anmeldung ist eine kurze Beschreibung beizufügen, aus der Ihre Ausbildung, eventuelle Weiterbildungen, Ihre Berufserfahrung sowie Ihre derzeitige berufliche Situation zu entnehmen sind. Sie erhalten nach Eingang Ihrer Anmeldung eine Teilnahmebestätigung. Ohne diese ist eine Teilnahme nicht vorgesehen. Sollten Sie keine Bestätigung innerhalb von 7-10 Tagen erhalten, rufen Sie mich bitte an.



Information und Kontakt: Marlies Warncke, Wiesbaden.

Bei Fragen zur Weiterbildung können Sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen. Per Mail unter info@mw-coachingnet.de oder telefonisch: 0157 – 563 581 25



Anmeldung:

Marlies Warncke

Alexandrastr. 20

65187 Wiesbaden





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